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    Deutsche Immigranten in Amerika

  1. Die deutschen Amerikaner

    Deutsche Städte in den vereinigten Staaten

  2. Deutsche Städte in den Vereinigten Staaten
  3. Alpine Authentizität in Amerika
  4. Franz Daniel Pastorius und Germantown, Pennsylvania
  5. Kultur und Überlieferungen
  6. Gründe für die Deutschen nach Texas zu ziehen
  7. Neu Braunfels
  8. Frediriksburg
  9. Milwaukee - die etwas andere Stadt

    Deutsche Persönlichkeiten in Amerika

  10. Deutsche Persönlichkeiten in Amerika
  11. Das Leben des Christian Heurich
  12. Levi Strauss - Die Hosen, die den Westen eroberten
  13. Albert Einsteins wissenschaftliche Arbeiten
  14. Heinrich Schliemann - stolzer Amerikaner
  15. Mr. Steinweg und sein Klavier
  16. Marlene Dietrich - mehr als nur eine große Schauspielerin
  17. Franz Sigel

    Der Gedanke der Kindergärten in Amerika

  18. Der Gedanke der Kindergärten in Amerika
  19. Der Ursprung der Kindergärten
  20. Die Erziehung der Amerikaner

    Johann August Roebling, ein berühmter Mühlhäuser in Amerika

  21. Johann August Roebling, ein berühmter Mühlhäuser in Amerika
  22. Der Brückenbauer

    Die Lager-Bier Industrie im 19. Jahrhundert in Amerika

  23. Die Lager-Bier Industrie im 19. Jahrhundert in Amerika

Deutsche Immigranten in Amerika

Die deutschen Amerikaner



Nachdem Amerika 1492 entdeckt wurde, begann fast 200 Jahre später, im Jahre 1683, die Besiedlung des neuen Kontinents.Viele verschiedene Völker kamen nach Amerika. Die deutschen Einwanderer bildeten die größte Gruppe. Über mehrere Jahrhunderte waren sie das weitverbreiteste nicht englisch sprechende Volk. Die Deutschen besiedelten das neue Land in zwei großen Abschnitten.Die erste Einwanderungswelle erstreckte sich bis etwa 1845.Pfälzer,Rheinländer und Menschen aus den westlichen und südlichen Regionen bauten sich eine neue Existenz auf. Mit der zweiten Welle, bis Ende des 19. Jahrhunderts, kamen vor allem Preußen, Bayern und Sachsen. Doch wieso zog es so viele Deutsche nach Amerika? Die ersten Einwanderer waren religiöse Gruppen, die in Deutschland nicht respektiert wurden. Sie erhofften sich freie Glaubensentfaltung. Im 19. Jahrhundert reisten die Deutschen nach Amerika, die politisch unterdrückt wurden, um sich eine neue Gemeinschaft in Freiheit aufzubauen.Während des ersten und zweiten Weltkrieges kamen tausende von Flüchtlingen ins Land. Doch es gab auch individuelle Gründe.Sie erhofften sich eigenes Land und einen eigenen Bauernhof. Sie wollten ihr eigenes Geschäft gründen, ihre Wünsche verwirklichen und reich werden, weil die meisten Deutschen nur Handwerker oder Bauern waren. Doch die deutsche Einwanderung ging nicht spurlos an der neu entstehenden amerikanischen Kultur vorbei. Man hinterließ Spuren in Religion, Kultur, Berufsleben und Freizeit. Man übernahm das Bier, die Brauereien, eröffnete Gasthäuser, Bierkeller und Biergärten. Außerdem fand man sich in Vereinen zusammen, welches eine alte deutsche Tradition ist. Man gründete Gesangsvereine, Sportvereine und Menschen mit gleichen Interessen schlossen sich zusammen. Der deutsche Einwanderer Leopold Damrosch gründete 1872 seine eigene Opernfirma.Sein Sohn Frank war Direktor der Juillard School of Music in New York. Sein anderer Sohn war einer der Leiter der Metropolitan Opera Company und des New Yorker Symphonieorchesters welche zu Beginn des 20. Jahrhundert sehr bekannt waren. Nachdem die erste deutsche Schule 1836 eröffnet wurde, stieg die Anzahl innerhalb von 30 Jahren auf 38. Zu dieser Zeit gab es mehr deutsche als öffentliche,amerikanische Schulen. Das ist einer der Gründe, weshalb 1864 die deutsche Sprache als erste Fremdsprache in den öffentlichen, amerikanischen Schulen eingeführt wurde. Viele Kulturstätten und Städte zeugen von deutscher Herkunft.Man hat die ganze Eigenart übernommen. Plätze, Namen und Eigennamen, wie St.Louis, Bismarck und Philadelphia sind Beispiele für die deutsche Einwanderung und die Übernahme der Kultur. Doch bevor dies alles geschah, mußten die Deutschen einen harten Kampf überstehen. Da sie sich selbst isolierten, wurden sie zu Außenseitern und von der Umwelt nicht anerkannt. Sie lebten in ihren eigenen Gemeinden zusammen und beachteten die anderen nicht. Scon bei der Einreise wurden sie von den anderen Völkern, wie Engländer und Iren diskriminiert. Obwohl sie die Schiffahrt bezahlt hatten, mußten sie auf dem Schiff für die anderen arbeiten. Von den Kapitänen oder Piloten wurden sie geschlagen und verachtet. Die Deutschen machten zu ihrer neuen Heimat den Mittleren Westen, das Gebiet zwischen den Appalachen und dem Mississippi. Dort gründeten sie Siedlungen oder gliederten sich in die schon vorhandenen Gemeinden ein, die im Laufe der Zeit zu großen Städten heranwuchsen. Mitte des 19. Jahrhunderts machten die Deutschen die Hälfte der dort lebenden Bevölkerung aus. Heute leben immernoch die meisten deutschen Einwanderer dort. Einige zog es aber auch in den Süden zum Beispiel nach Texas. Doch wie kamen sie überhaupt in diese Gegend? Angekommen in New York,nutzten sie die natürlichen Wasserwege, die zu den großen Seen führten. Später reiste man auch mit dem Zug.In dieser Zeit vergrößerte sich die Anzahl der Deutschen in Chicago von 8% auf ein Viertel der ganzen Stadtbevölkerung 1860. Die Deutschen trugen einen großen Teil dazu bei, daß diese Gegend so florierte und expandierte. Eine weitere Gruppe von deutschen Einwanderern bildeten, neben den Christen und Protestanten,die Juden.Wie die Katholiken brachten sie ihr Wissen mit. Die meisten Juden waren Kaufleute. Sie gründeten Banken und Geschäfte, wie zum Beispiel Lehman oder Levi Strauss ,der ein Jeansimperium aufbaute. Die Juden lebten in Gemeinschaften um ihren Glauben besser ausüben zu können. Doch die Juden und Christen aus Deutschland lebten nie gemeinsam zusammen. Sie trennten sich selber scharf voneinander ab.





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Deutsche Städte in den Vereinigten Staaten










Alpine Authentizität in Amerika

Die in den Bergen von Washington liegende einzigartige Stadt Leavenworth hat den Charme und die Atmosphäre eines bayrischen Dorfes. Die wunderschöne Architektur, die Kirche und die deutsche Sprache locken viele Urlauber und Besucher an. Vor ca 100 Jahren diente die Stadt als Eisenbahnknotenpunkt und Zentrale der Bahn. Erfolgreiche Jahre begannen und viele Leute ließen sich an diesem Ort nieder. Leavenworth stand in wirtschaftlicher Blüte. Doch der Boom hielt nicht lange an. Schon bald wurde die Eisenbahnzentrale 20 Meilen südöstlich verlegt, und somit verlor Leavenworth die wichtigste Geldquelle. Die große Rezession und der II. Weltkrieg brachten den Niedergang der Stadt. Noch 1990 kämpfte sie hart um ihr Überleben. Trotzdem werden deutsche Traditionen fortgeführt. So wird seit 1963 ein Herbstfestival in Leavenworth durchgeführt und ist gleichzustellen mit dem Oktoberfest. Auch andere Traditionen Bayerns werden nachgeahmt, z.B. das Alphornblasen. Ein Muß für jeden Besucher ist das Nußknacker-Museum. Es besitzt 3028 Nußknacker. Arlene Wagner, Besitzerin dieses Museums und Tanzlehrerin, gründete ebenfalls ein Nußknacker-Ballet. Zahlreiche Malereien an den Hauswänden verleihen der Stadt einen einzigartigen Ausdruck. Sie gleichen denen in Oberammergau und Garmisch. In 48 Biergärten und Restaurants bietet man bayrische Spezialitäten für den Gaumen an. Oft werden Lederhosen und Dirndl getragen. In den Bergen um die Stadt kann man sich beim Skifahren sportlich betätigen.

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Franz Daniel Pastorius und Germantown, Pennsylvania

Germantown, Pennsylvania, wurde im 17. Jahrhundert gegründet und ist ein Zuhause nicht nur für Deutsche, sondern auch für Immigranten aus Schweden, England und Frankreich. Immernoch trägt die Stadt ihren namen zu Recht. Der Gründer der Stadt, Franz Daniel Pastorius, war es, der die deutsche Kultur mit Erfolg nach Amerika brachte. Als 32-jähriger Jurist kam Pastorius im August 1683 in Philadelphia an und schilderte seine neue Heimat als "Wald und Unterholz", in dem er sich schon mehrmals verirrt hatte. Die Landschaft beeindruckte ihn, der kurz zuvor erst große Städte wie London, Paris, Amsterdam und Gent gesehen hatte, stark. Als Führer einer kleinen Gruppe von Mennoniten aus Krefeld im Rheinland kam Pastorius zunächst allein, Wochen später erreichte der Rest der Gruppe die "Neue Welt", um ein neues Zuhause zu finden.Während er auf seine Schützlinge wartete, lebte Pastorius in Philadelphia, reiste aber regelmäßig zu einem Stück Land etwa 2 Stunden nördlich der Stadt. Dort vermaß er verschiedene Baugrundstücke und erstellte einen künftigen Stadtplan. Als die Familien im Oktober Philadelphia erreichten, gingen sie sofort an die Arbeit in ihrem neuen Dorf, das sie schließlich Germantown nannten. In den ersten 10 Jahren stieg die Einwohnerzahl der Stadt auf etwa 175 Leute. Pastorius war der erste Bürgermeister des Ortes. Er starb 1720.

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Kultur und Überlieferungen

Die alte Sprache, die immer noch gesprochen wird, wurde vor 1 1/2 Jahrhunderten im Stil und Aussprache von Deutschland und Texas gemischt. Dinge, die die Deutschen zu Hause nicht wussten, beschrieben sie mit "Lehnwörtern". Die deutsche Sprache nahm nun ihre eigene Besonderheit an, weil die Deutschen in Texas gleichzeitig auch Englisch sprachen. Ihre Sprache sprechen zu hören, ist zu wisen, dass die deutschen Texaner dem Schmelztigel widerstanden. Es gibt viele Orte, der Karte des ländlichen Texas, die mit deutschen Namen bezeichnet sind, zum Beispiel: Anhalt, Barbarossa, Bettina, Blumental, Freiheit, Kreuzberg, Leoben, Muenster, Rheingold, Schwertner, Waldeck, Walhalla,Westphalia, Zorn, Zuehl. Aber es gibt auch Plätze, die die deutsche Vergangenheit beinhalten: Brandenburg ist heute Old Glory, Germania ist Neu Paul, Zanzenberg ist heute Center Point. Das kulturelle Vermächtnis umschließt die Musik, Kunst, Klubs, Wissenschaft und Festivals. Das musikalische Erbe wurde singenden Gesellschaften anvertraut, die voreinander auftraten. 1853 begannen in New Braunfels die ersten Liederfestivals. 1854 wurde die Politik mit dem Vergnügen vermischt, als Deutsche sich auf dem "Sängerfest" in San Antonio gegen die Sklaverei einsetzten. Das Liederfestival von 1876 suchte einen Weg, um die Wunden des Bürgerkriegs zu heilen und eine Rekonstruktion durch ein patriotisches Drei - Tage - Fest der nationalen Hundertjahrfeier anzustoßen. 1976 präsentierte die Volksfest - Vereinigung von San Antonio in Alamo City eine alte und neue Deutsche und Amerikanische Auswahl zu Ehren der Zweihundertjahrfeier. Die deutschen Texaner hinterließen in zahlreichen privaten Sammlungen ein Vermächtnis. Der texanische "Schützenverein" ist der älteste in den USA. Alle diese über 200 Schützenclubs stehen in der Tradition nichts dem Zufall zu überlassen, was den organisieten Spass, gesponsorte Maskenbälle, Bauerntänze, Jahrmärkte und andere Aktivitäten, wie der Gillespire Bezirksmarkt und das "Wurstfest" in New Braunfels, betrifft.

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Gründe für die Deutschen nach Texas zu ziehen

Die Verlockung der Grenze Texas zog Außenseiter in ein Land, welches Abenteuer, Überfluss und Vermögen im 19. Jahrhundert versprach. Für die Amerikaner und Europäer war das frühe Texas ein wilder Traum. Einige Leute dachten, dass es ein neuer Garten Eden war, in dem Menschen einen neuen Anfang machen können. Andere sahen Texas als ein demokratisches Experiment, eine Chance der Freiheit von der Begrenzung des ausgebrannten Heimatlandes, von den hohen Steuern und den hoffnungslosen Zweifeln, auch von den Gesetzen oder der leidigen Vergangenheit.    

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Neu Braunfels

Neu Braunfels verbindet Austin und San Antonio durch den Interstate Highway 35. Mit jeder wachsenden Generation wird es immer schwerer, die Herkunft zu erhalten. Der 100ste Geburtstag von Neu Braunfels fiel auf das Ende des 2. Weltkrieges. Das war keine gute Zeit, die deutsche Herkunft wiederzubeleben. Deutsch zu sprechen wurde verboten. Mit der Suche nach den deutschen Wurzeln wurde seit 1960das Erwachen der deutschen Kultur nach Neu Braunfels gebracht. Während des Maifestivals bot die deutsche Herkunft bewusst eine erleichterung des Lebens. Sogar alte Fertigkeiten, wie Herstellung von Seife, lebten wieder auf. Am Rand von Lomal Creek war das Zu Hause des Botanikers Ferdinant Lindheimer, der 1830 nach Texas kam. Lindheimer sammelte und identifizierte Pflanzen in Texas. Wichtig für die Siedler war es, dass Lindheimer 1852 die "New Braunfelser Zeitung" gründete, bei der er 20 Jahre der Herausgeber war. Im Gegensatz zu ihren Nachbarn, die ihr Fleisch trockneten, brachten die deutschen Siedler Wurst mit in ihr neues zu Hause. Dieses stolze Erbe wird in den Wurstfabriken heute weitergeführt. Das Hummel - Museum ist eine Zugabe zur alten deutschen Stadt. Wenn es einem während der Sommermonate zu heiß ist, kan man sich in einer Wasserrutsche erfrischen, diese wird "Schlitterbahn" genannt.

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Frederiksburg

Frederiksburg liegt versteckt in den Bergen, von Hauptverkehrsstraßen entfernt. Läuftman die Straße entlang, kann man an fast jedem Haus historische Gedenktafeln sehen. Einige historische Residencen werden wieder als Pension benutzt. Aber die meisten Gebäude in Frederiksburg sind nicht original. Die "Vereinskirche", die 1847 gebaut wurde, war einmal das Zentrum der Stadt. 50 Jahre lang wurde sie als Kirche, Festung, Gemeindesaal und als Schule genutzt. Sie fiel einer Straßenvergrößerung zum Opfer. 1830 wurde diese Kirche in der Nähe des Pionier Plazas wieder aufgebaut. Die Vergangenheit wurde Gegenwart, ein paar Blocks weiter ist Henry Kammlah´s "General store" . Der alte Laden, ein Pioniermuseum, wirft ein ehrfurchterweckendes Licht auf das Elend der "guten alten Tage". Die wohlhabenden Siedler bauten zwei Gemeinschaftshäuser mit einem Wohnzimmer, einer Küche und einem Schlafraum, der durch eine Treppe zugänglich war. Das Nimitz Hotel, das sich auch auf der Hauptstraße befindet, wurde von Charles Nimitz 1852 gebaut. Zwischen Braunfels und Frederiksburg gibt es kleinere Gemeinden, welche deutsche Wurzeln haben, und die auch einen Besuch wert sind.

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Milwaukee - die etwas andere Stadt

Milwaukee ist anders als die meisten amerikanischen Städte, weil 48% der Bewohner behaupten deutscher Herkunft zu sein. Zwei andere Städte an der Spitze der deutschen Besiedlung in Cincinnati mit 44% und St. Louis mit 41%. Insgesamt 54% der Bevölkerung von Wisconsins waren im Jahre 1990 deutscher Herkunft. Dieser Unterschied zu den anderen Staaten verdiente sogar einen Besuch von Bill Clinton und Helmut Kohl. Clinton traf seinen angesehenen Gast in Milwaukee, wo die beiden von einer deutschen Schule begrüßt wurden. President Clinton beschrieb Milwaukee als einen Platz, wo ein Kanzler wirklich gut Bratwürste bekommen kann. John Kerler jr. sagte über Milwaukee in einem Brief an einen alten Freund in Reutlingen: "Man wird Gasthäuser und Bierkeller finden. Etwas was man in diesem ganzen Land selten findet. Die Deutschen haben eine unabhängige Rolle. Sie veranstalten Bälle, Konzerte und Theater. Sie haben es sogar geschafft, Gesetze in deutsch zu drucken. Deren Stimmen tragen ein großes Gewicht in der Wahlzeit. Man wird keinen anderen Platz finden, wo den Deutschen so viel gegeben wird." Die Deutschen waren nicht die einzigen die im 18. Jahrhundert den Weg nach Milwaukee fanden. Unter anderem kamen irische, skandinavische und britische Einwanderer. Die deutsche Gemeinde spielte eine große Rolle in der entstehenden Stadt und im städtischen Amerika. Ihr Selbstvertrauen und ihre politische Schlagfertigkeit gab der Gemeinde die Vollständigkeit, der keine andere Gruppe gleichkam. Emil Wallber, ein Berliner, wurde 1894 Milwaukee's erster Bürgermeister, der in Deutschland geboren wurde. Seine Wähler schlossen eine Anzahl von deutschen Bauern, Gerbern und Herstellern ein, die Millionäre geworden sind. Viele von ihnen, die deutsche Vorfahren hatten, spielten eine große Rolle in der Politik der nächsten 50 Jahre. Die Einwanderung Deutscher ließ später immer weiter nach. Ältere Deutsche wichen in Nischen aus um ein paar Worte in ihrer eigenen Sprache zu sprechen. Der 1. Weltkrieg tötete ihr Selbstbewußtsein als Deutsche wirksam. Die Depressionen und der 2. Weltkrieg ließen es nicht wieder aufleben. Was bis heute davon übrig blieb ist die Arbeit der Nachkriegseinwanderer, welche die Hauptstütze von 40 deutschen Organisationen bilden. Es heißt aber nicht, daß die deutsche Wirkung auf Milwaukee vollständig gelöscht wurde. Die Gemeinde ist noch ein Schauplatz deutscher Architektur. Beginnend mit dem Rathaus. Manche Brauereien produzieren die Getränke weiter, die Milwaukee berühmt machten. Einige von den gefeiertsten Restaurants haben als Besonderheit deutsche Küche. "Old World Street" ist ein Überrest der alten deutschen Innenstadt. Dort sind noch Geschäftshäuser, wie "Weissgerber's Restaurant" und "Usingers Famous Sausage". Tatsache ist, das keine nicht englisch sprechende Gruppe so früh kam und eine so große Rolle spielt, um das Leben in der Stadt leichter zu machen. Die zweite Wirkung von der deutschen Kultur kann in dem einen Wort 'Gemütlichkeit' zusammengefasst werden. 'Gemütlichkeit' bleibt vielleicht die widerstandsfähigste Erbschaft von Milwaukee's deutscher Gemeinde.







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Deutsche Persönlichkeiten in Amerika




Das Leben des Christian Heurich





Christian Heurich wurde 1842 in einem kleinen Dorf in Thüringen geboren. Er war das dritte von vier Kindern.Trotzdem schafte er es,die Schule und die Arbeit im Gasthof seiner Eltern unter einen Hut zu bringen.Im Alter von 16 Jahren wurde er Waise und wurde von ein Barbesitzer als Fleischer und als Gastwirt ausgebildet. Während er an seiner Ausbildung arbeitete, reiste er durch Deutschland, Norditalien, die Schweiz und Frankreich. Obwohl er sich in Wien als Brauer hätte ansiedeln könne, überlegte er, nach Amerika zu gehen, denn als Waise wurden einem nicht viele Gelegenheiten dieser Art geboten, weil die Chancen für einen Waisen ohne finanzielle Rücklagen gering waren. In der Hoffnung eine eigene Brauerei zu gründen, siedelte er 1866 nach Amerika über. Seine Schwester Elisabeth war schon zwei Jahre vorher mit ihren Pflegeeltern nach Amerika gegangen. Deshalb schloß er sich ihnen in Baltimore an. Anderthalb Jahre später gab er seinen Brauereijob auf, um sein Wissen über die amerikanische Brauereiwirtschaft zu erweitern. Deshalb ging er nach Chicago, wo er in der Seipp und Lehmann Brauerei arbeitete, Bevor er 1868 nach Baltimore zurückging. Vier Jahre später pachteten er und sein Partner die heruntergkommene Schnell Brauerei in Washington D.C. 1873 starb Schnell, und Heurich heiratet dessen Frau Amelia. Er kaufte die Anteile seines Partners auf und benannte die Firma in "Christian Heurichs Lagerbier Brauerei" um. Er kreierte ein neues Bierrezept. 1893 eröffnete Heurich eine moderne Brauerei, und sein Produkt wurde das beste Bier im ganzen Bezirk. Insgesam reiste Christian Heurich 36 mal nach Deutschland, um Geld für ein Kinderheim zu spenden. Er beschäftigte auch viele deutsche Einwanderer als Diener und Brauereiarbeiter. Er bezahlte ihre Überfahrt nach Amerika, und als Gegenleistung arbeiteten sie ihre Schulden ab, eine gewöhnliche Regelung für verarmte Einwander zu dieser Zeit. Heurich starb 1945 im Alter von 103 Jahren.

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Levi Strauss -
Die Hosen, die den Westen eroberten

Als der 19-jährige Levi Strauss 1848 sein Heimatland Deutschland verließ und nach New York City kam, konnte er nicht wissen, daß sein Vorname bald ein alltägliches Wort in amerikanischen Haushalten werden sollte. Strauss wurde 1829 in Bad Ochiem in Bayern geboren. Die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in Deutschland veranlaßten ihn, seine zwei Brüdern in die USA zu folgen und sein Glück dort zu versuchen. Nach zwei Jahren der Armut in New York ging er nach Kalifornien, um dort mit in der Familie seiner verheirateten Schwester zu leben. Strauss war an der Tuch-Herstellung interessiert und er nahm eine große Menge Stoff mit nach Kalifornien, in der Hoffnung, die Wünsche der Goldsucher bezüglich ihrer Kleidung erfüllen zu können. Als ihm ein alter Vorarbeiter erzählte, wie dringend die Arbeiter gute Qualität benötigten, stellte Strauss einige Hosen aus seinem mitgebrachten Tuch her. Diese Idee schlug sofort ein. Von da an wurden seine Hosen bekannt als "those pants of Levi's". Als der mitgebrachte Stoff knapp wurde, ersetzte ihn Strauss durch ein Material, das von Nimes in Frankreich importiert wurde. Strauss färbte die hergestellten Hosen blau. So wurden sie später "blue Jeans" genannt. Das Wort "Jeans" kommt vom französischen Wort "Genes" für Genoa, wo ein ähnliches Material hergestellt wurde. Levi Strauss wurde einer der führenden Hersteller von Arbeitshosen und machte die "Levi's" zu einem beliebten Kleidungsstück des amerikanischen Westens.

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Albert Einsteins wissenschaftliche Arbeiten

Albert Einstein kam 1921 in New York an, nachdem er mit seinem jüdischen Freund Chaim Weizmann durch Amerika gereist war, um mehr Geld für die Hebräische Universität zu bekommen, die in Jerusalem gebaut werden sollte. Er wurde überall mit Begeisterung empfangen, sogar im Weißen Haus und, wo immer er hinkam wollten die Leute seinen Vortrag über die Relativitätstheorie hören - in Deutsch! Er schrieb einmal an seinen Freund:

"Ich hatte immer einen Hang zur Einsamkeit, eine Eigenschaft die sich normalerweise mit zunehmenden Alter entwickelt. Es ist seltsam, überall bekannt aber dennoch so einsam zu sein"

In der Grundschule verabscheute er das Auswendiglernen.

"Die Lehrer in der Grundschule kamen mir wie Feldwebel und die im Gymnasium wie Leutnants vor!"

Als er mit fünf Jahren einen Kompass sah, war er vom Verhalten der Nadel fasziniert. Mit zwölf Jahren beschäftigte er sich mit euklidischer Geometrie:

"Hier gab es Behauptungen, wie zum Beispiel, daß der Schnittpunkt der Höhen eines Dreiecks, der - obwohl auf keiner Weise offensichtlich - trotzdem mit solch einer Sicherheit bestimmt werden konnte, daß jeder Zweifel ausgeschlossen war."

All seine Kindheitseindrücke drehten sich um die Geheimnisse der Welt und die Möglichkeit ein engültiges Verständnis für die mathematischen Geheimnisse zu erreichen. Weil es seiner Familie finanziell schlecht ging, mußte Albert die Schule für eine Zeit lang verlassen, und seine mathematischen Studien unabhängig fortführen. Als 16-jähriger beendete er sein Studium der reinen Mathematik, um sich der Physik zuzuwenden. Nachdem er die Schule abgeschlossen hatte, nahm er einen Beruf am Patentamt in Bern an, weil ihm seine Lehrer keinen Job als Assisten anboten. Kurz danach heiratete er Mileva Maric, eine Mitstudentin. Sie waren sehr arm. Doch 1905 veröffentlichte Einstein sein erstes wissenschaftliche Arbeit über spezielle Relativität. Darin stellte er eine Theorie über die Lichtgeschwindigkeit auf und stellte fest, daß sie die größte Geschwindigkeit in der Natur und daß sie für alle Beobachter konstant sein müsse, das heißt, daß ganz egal wie schnell oder in welche Richtung eine Person sich bewegt; wenn sie die Geschwindigkeit eines Lichtstrahles an einem beliebigen Zeitpunkt mißt, wird es sich immer mit 300.000 km/s bewegem. Auf der anderen Seite verändert jede Bewegung etwas, alles andere ist relativ und hängt vom Standpunkt des Betrachters ab. Sogar Zeit, Masse und Raum sind keine Konstanten. Diese Theorien warfen die meisten vorausgehenden Ansichten der Physik über den Haufen. Mit dieser und weiteren Relativitätstheorien, die die Körperbewegungen bei beschleunigender Geschwindigkeit in Betracht zogen, führte Einstein die Idee, daß Wissenschaft keine endgültigen Lösungen sondern nur Schlußfolgerungen bieten könne, da durch die ständig wechselnden Bezugsrahmen nichts eindeutig bewiesen werden könne. Der sofortige Einschlag dieser Veröffentlichung war der ausschlaggebende Punkt für die Angebote an Lehrstellen an europäischen Universitäten. 1913 nahm Einstein die Führung von dem neu geplanten "Kaiser Wilhelm Institut" für theoretische Physik an der Universität in Berlin an. Danach legte sich die Aufregung über seine Theorien. Aber 1919 reiste eine Gruppe von britischen Astronomen nach Südamerika, um sich eine Sonnenfinsternis anzuschauen. Der Verlauf ihrer Arbeit bestätigte eine von Einsteins Vorraussagen: das Sternenlicht macht eine Biegung und die Sonne reflektiert wegen ihrer großen Masse das Sternenlicht in einem messbaren Grad. Als man im November 1919 die Genauigkeit Einsteins Vorhersagen bekannt gab, wurde er weltberühmt. Die Amerikaner waren besonders von Einstein eingenommen. Während der 20iger Jahre wurden die zahlreichen Versionen der Relativität populär gemacht, aber wegen dem schwierigen Verständnis der Theorien waren die Durchschnittsmenschen eher von dem Mensch Einstein beeindruckt, als von seiner Arbeit. Er rauchte Pfeife, war ein Violine spielender Träumer und Nobelpreisträger, wessen Bescheidenheit schnell legendär wurde. 1932, als der Antisemitismus in Deutschland eskalierte, nahm Einstein die Einladung in die USA zu ziehen an und lehrte an dem Institut für fortschrittliches Studieren in Princeton. Dort lebte er relativ ruhig bis er 1955 starb. Einstein verbrachte den Sommer immer in Nassau Point, Long Island, wo er segelte und Kammermusik mit seine Nachbarn spielte. Während des Sommers 1939 schrieb er seiner Bekannten Königin Elizabeth von Belgien, daß der ausländische Krieg ihm Sorgen machte, da er ein Pacifist war. Einstein glaubte ganz fest daran, daß die einzige Antwort auf Hitler eine bewaffnete Auseinandersetzung ist. Er war sich der militärischen Bedeutung der Kernspaltung bewußt. Deswegen schreib Einstein einen Brief an den President Franklin D. Rooswelt. Im selben Sommer zwang er ihn amerikanische Wissenschaftler in diesem Gebiet zu unterstützen. Nachdem Hitler besiegt und Hiroshima durch eine Atombombe zerstört wurde, die ihre Basis auf diesen Entdeckungen hatte, bat er eindringlich, daß eine solche Bombe nie wieder benutzt werden sollte.

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Heinrich Schliemann - stolzer Amerikaner

Der Millionär, Geschäftsmann und Kaufmann Heinrich Schliemann wurde 1822 in Neu Buckow in Mecklenburg geboren. Er machte erfolgreich Karriere und bereiste extensiv Europa und Amerika bis zu seinem 41. Lebensjahr. Seiner Arbeit überdrüssig stürzte er sich in studien der Frühgeschichte und Archäologie. Heute kennt praktisch jeder, selbst mit mäßigem Interesse an klassischer Geschichte, seinen Namen. 1869 heiratete er dei 17-jähruge Sophia aus Griechenland, und das Paar ging in die Türkei, wo er vier Jahre später bekanntgab, die ruhmvolle Stadt Troja entdeckt zu haben. 1876 proklamierte er, daß er und Sophia die Grabstätte des Agamemnon, Führer der griechischen Armee in Troja, hoch oben auf einem Berggipfel in Südgrienland gefunden hatten. Obwohl Schliemanns Bekanntgaben etwas irrig waren, sicherten seine Entdeckungen ihm einen Platz in der Archäologie. Schliemanns Verbindung zu Amerika kamm schon zustande, bevor er weltbekannt wurde, nämlich während eines Besuches der Westküste auf einer Geschäftsreise im Jahre 1850. Kalifornien hatte gerade den Status eines Staates erlangt und hieß alle Leute und Bewohner willkommen, Staatsbürger zu werden. Schliemann nahm das Angebot an und wurde so amerikanischer Staatsbürger. Er verließ schließlich Kalifornien und kehrte niemals in die USA zurück. Schliemann behielt jedoch die amerikanische Staatsbürgerschaft für den Rest seines Lebens.

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Mr. Steinweg und sein Klavier

Mr. Steinweg wurde 1797 in Wolfshagen bei Braunschweig geboren. Sein richtiger Name war Heinrich Engelhard Steinweg. Sein Familienname war der bekannteste in der Musikwelt. Bevor er Organist wurde, arbeitete er bei einem Orgelbauer. Auch später führte seine Beschäftigung, qualitative Musikinstrumente herzustellen weiter. 1839 bekam er eine Goldmedallie für seine Bemühungen auf der Braunschweiger Messe. 1840 wanderte Steinweg Familie in die Vereinigten Staaten aus - politische Unruhen in seinem Heimatland zwangen ihn dazu. Steinweg amerikanisierte seinen Namen zu Henry Engelhard Steinway. 1853 gründete er die weltberühmte Steinweg & Söhne Fabrik. Dem damaligen Präsidenten Franklin D. Roosevelt schenkten sie ein Klavier.
Theodore Steinway sagte dazu:

"... es ist ein Zeichen unserer Dankbarkeit, daß es uns als Ausländer erlaubt war, uns in diesem Land ein neues Zuhause zu schaffen und hier zu leben und unsere Arbeit in Freude und Zufriedenheit fortzuführen."

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Marlene Dietrich - mehr als eine große Schauspielerin

Oft wird Marlene Dietrich als die größte Schauspielerin bezeichnet, die je auf der Weltbühne gestanden hat. Geboren wurde sie als Maria Magdalena Dietrich in Berlin im Jahre 1901. Ihr erster Wunsch war es eigentlich, Konzertpianistin zu werden. Wie auch immer, dieser Traum wurde zunichte gemacht durch eine Handgelenkverletzung, so daß sie später zur Schauspielerei wechselte. Während der 20-er Jahre trat Marlene Dietrich in vielen Clubs und Theatern in und um Berlin auf. Aber erst 1930 bekam die Zukunft der ehrgeizigen Schauspielerin einige Sicherheit, als sie die Rolle der Lola-Lola in dem Film "Der Blaue Engel" annahm. Dieser Film basierte auf Heinrich Manns Roman "Professor Unrat". Der überwältigende Erfolg und die Popularität des Films brachten Marlene Dietrich nach Hollywood, wo sie in den darauffolgenden Jahren in einer ganzen Reihe amerikanischer Filme auftrat. 1939 wurde sie U.S.-Bürgerin, und während des II. Weltkriegs arbeitete sie für das Office of Strategic Services, welches Propagandabotschaften an die deutschen Truppen übertrug. Für ihre Unterstützung der Vereinigten Staaten wurde Marlene Dietrich die Freiheitsmedaille überreicht, die höchste zivile Auszeichnung, die von der U.S.-Regierung vergeben wird. Nach dem Krieg setzte sie ihre Karriere fort. Sie trat außerdem in Nachtclubs in Moskau, Paris und London auf. Bis zu ihrem Tod 1992 in New York City lebte Marlene Dietrich in ihrer Wahlheimat USA.

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Franz Sigel

Franz Sigel wurde im November 1824 in Baden/Deutschland geboren. Er machte seinen Abschluß an der Karlsruher Militärakademie. Kurz nachdem er die Armee verließ wurde er deutscher Kriegsminister während der preußischen Revolution 1848. Seine politischen Feinde zwangen ihn dazu, sein Vaterland zu verlassen. Aus diesem Grund wanderte er 1852 nach Amerika aus und unterrichtete mehrere Jahre in einer Schule in St. Louis. Als Befürworter von Präsident Lincolns gegen die Sklaverei gerichteter Position, wurde Sigel ein williger Verbündeter für die Union, denn er konnte seinen gewaltigen Einfluß unter den vielen Einwanderern im Missouri-Gebiet behaupten. Als der Bürgerkrieg ausbrach, wurde Sigel zum Brigadekommandanten und in weniger als zwölf Monaten schließlich zum Hauptgeneral befördert. In Wilson's Creek kämpfte er bemerkenswert, und seine klarer Sieg über die Verbündeten des Generals Earl van Dor bei Pea Ridge brachte ihm den Respekt seiner Vorgesetzten ein. Als er zum östlichen Kriegsschauplatz versetzt wurde, nahm General Sigel an mehreren Feldzügen ins Shenandoah Tal teil, bevor er die Schlacht bei New Market im Mai 1864 gegen junge Kadetten des Militärinstitutes von Virginia. Daraufhin schied er aus der Armee aus und lebte ein normales bürgerliches Leben bis er 1902 in New York starb.

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Der Gedanke der Kindergärten in Amerika




Der Ursprung der Kindergärten

Das Kindergarten-Konzept war ein Element der Früherziehung in Deutschland lange bevor es in Amerika populär wurde. Friedrich Fröbel gründete den ersten Kindergarten in Keilhau in Deutschland. 1856 eröffnete Magarethe Meyer Schurz den ersten Kindergarten in den Vereinigten Saaten. Sie war die Tochter eines jüdischen Kaufmanns aus Hamburg. Caroline Louisa Frankenberg, die früher schon mit Fröbel zusammenarbeitete, schloß sich bald den Erfolgen von Meyer Schurz an. Kurz nachdem sie aus ihrem Heimatland ausgewandert war, organisierte Frankenberg 1858 Amerikas zweiten Kindergarten in Kolumbus, Ohio. Auch andere Deutsche trugen zur Entwicklung der Kindererziehung in den Vereinigten Staaten bei, zum Beispiel durch die Einführung des ersten "blackboard" der Tafel, durch Christopher Kock. Im 19 Jahrhundert übernahmen die Schulbezirke St. Louis, S.F., St. Paul, Kansas City, Milwaukee, Denver und andere amerikanische Städte sowohl das deutsche Erziehungskonzept als auch das freie und leichte Turnen.




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Die Erziehung der Amerikaner

Caroline Louisa Frankenberg und Magarethe Meyer Schurz waren die ersten Kindergärtnerinnen in den Vereinigten Staaten. Einige Quellen, die Frankenberg bevorzugen, sagen aus,daß sie 1838 in Columbus, Ohio,ankamen wo sich einige Fremde aus Deutschland sowie drei ihrer Brüder angesiedelt hatten. im selben Jahr eröffnete sie den ersten Kindergarten in Amerika. Ihr erster Versuch schlug fehl. Nach einem Besuch in Deutschland 20 jahre später versuchte sie es noch einmal - erfolgreich. Als sie 1858 ihren zweiten Versuch startete, existierte Magarethe Meyer Schurz`Kindergarten in Watertown, Wisconsin schon beinahe 3 Jahre. Es spielt keine Rolle, welcher Frau die Ehre zusteht. Nach und nach breitete sich Kindergärten über die ganze USA aus. Aber es waren die deutschen Immigranten, die die Idee aufgenommen haben, z.B. werden in Newark, Detroit und Louisville zweisprachige Schulen eingeführt. 1873 wurden die ersten Kindergärten mit dem öffentlichen Schulsystem in St. Louis, Missouri vereinigt. Innerhalb von 10 Jahren stieg die Anzahl von Kindergärten in den USA von 12 auf 400. Heutzutage ist eine Grundschule ohne Kindergarten-Klassenraum kaum vorstellbar. Einige Institutionen wie das Institut für soziale Forschungen in New York entwarfen spezielle Programme.

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Johann August Roebling, ein berühmter Mühlhäuser in Amerika




Johann August Roebling

Johann August Roebling wurde am 12. Juni 1806 in dem verträumten Städtchen Mühlhausen in Thüringen geboren. Er wuchs als Sohn des Tabakhändlers Christoph Polykarp und der Hausfrau Friederike Roebling auf. Sie war eine lebhafte, ehrgeizige und zielbewußte Frau, aber sein Vater hingegen wirkte stumpf und eintönig - fast phlegmatisch. Aus dieser ungleichen Verbindung zweier Charaktere gingen fünf Kinder hervor. Friederike Roebling versuchte die Laufbahn ihrer Kinder zu planen, damit sie nicht, in dem von ihr so gehassten, Kleinbürgertum verkümmerten. Nur in ihrem jüngsten Sohn Johann entdeckte sie Begabungen und Eigenschaften ihrer eigenen Art - rasche Auffassungsgabe, Energie und einen lebhaften Geist. Von nun an hatte ihr Leben einen neuen Sinn: ihrem Sohn beste Aufstiegsmöglichkeiten zu verschaffen. Mit 20 Jahren, nachdem er eine kulturelle und technische Bildung genossen hatte, begann seine berufliche Laufbahn. Der Gedanke Brückenbauer zu werden, hatte ihn begeistert. Aber die Aussichten für einen jungen Ingenieur in Deutschland waren begrenzt. Roebling bekam seine erste Stellung als Landmesser und Hilfsingenieur bei der Preußischen Regierung für den Bau von Straßen und kleinen Brücken in Westfalen. Bei dieser Arbeit war Selbständigkeit unerwünscht; neue Ideen wurden als Anmaßung aufgefaßt; Fragen zu stellen oder Änderungen anzustreben, war Ketzerei. Am Ende der dreijährigen Ausbildungszeit stand er vor einem kritischen Entschluß: unbefriedigende, kümmerliche bezahlte Routinearbeit oder Freiheit und Unabhängigkeit. Ohne zu einem Entschluss zu kommen, kehrte er im Winter 1829/30 nach Mühlhausen zurück. Da es keine Aussichten auf seinen Traumberuf als Brückenbauer gab, machten sich Trostlosigkeit und Unzufriedenheit in ihm breit. Nachdem die aufständischen Bewegungen in Frankreich niedergeschlagen waren, sprang der revolutionäre Funke nach Deutschland über. In Mühlhausen bildete sich eine Burschenschaft glühender junger Liberaler, die sich gegen das autokratische Regime im damaligen Deutschland auflehnten. Roebling trat nicht nur einer der Rebellengruppen bei, sondern wurde sogar ein er ihrer führenden Geister. Es lag damals etwas in der Luft, ein Hauch der Freiheit war über den Ozean gekommen, eine Hoffnung auf freie Entfaltung des menschlichen Geistes und der initiative jedes Einzelnen. Ein Jugendfreund Roeblings, der Ingenieur Etzler, erklärte den Mühlhäusern die Aufstiegschancen in Amerika und entfachte somit die Abenteuerlust in den jungen Männern. Aber Johann konnte sich nicht zum Weggehen entschließen. Die Argumente in seinem Herzen, die gegen diesen Neuanfang sprachen, waren einfach unübergehbar. Nachdem die Julirevolution 1830 in Deutschland unterdrückt wurde, die Hoffnung auf Besserung der Verhältnisse schwand, begann Roebling wieder an eine Auswanderung zu denken. Während der Herbst- und Wintermonate begannen die heimlichen Vorbereitungen, . die wegen der vielen Spione notwendig waren. Johann und sein Bruder Carl hatten sich bereiterklärt, die Siedlergruppe, die nach Amerika gehen sollte, zu führen,das Land in Augenschein zu nehmen, eine günstige Gegend auszusuchen und Boden zu erwerben, so dass die anderen nachkommen konnten. Er überließ nichts dem Zufall, studierte Bücher und Auskünfte über das neue Land, das ihre Heimat werden sollte. Am 11. Mai 1831 war ganz Mühlhausen auf den Beinen, um den Auswanderern eine gute Reise zu wünschen. Für viele war dieses denkwürdige Ereignis ein Abschied für ewig. In Bremen wollte Roebling die Leitung der Expedition übernehmen. Doch die 230 Mitglieder waren bereits am Vortag mit der vollbesetzten "Henry Barclay" davongesegelt. Als er die Enttäuschung überwunden hatte, sicherte er ein anderes Schiff, die " August Eduard". Einige Tage später kamen Carl und der Rest der Mühlhäuser Gruppe in Bremen an. Am frühen Morgen des 22. Mai 1831 ging die Gesellschaft an Bord des Schiffes. Als das Schiff den Hafen verließ, erlitt Friederike Roebling, die nach Bremen gefolgt war, einen schweren Herzanfall, von dem sie sich nicht mehr erholte. Am August 1831 ging die "August Eduard" mit seinen Passagieren in Philadelphia vor Anker. das Land in Augenschein zu nehmen, eine günstige Gegend auszusuchen und Boden zu erwerben, so dass die anderen nachkommen konnten. Er überließ nichts dem Zufall, studierte Bücher und Auskünfte über das neue Land, das ihre Heimat werden sollte. Am 11. Mai 1831 war ganz Mühlhausen auf den Beinen, um den Auswanderern eine gute Reise zu wünschen. Für viele war dieses denkwürdige Ereignis ein Abschied für ewig. In Bremen wollte Roebling die Leitung der Expedition übernehmen. Doch die 230 Mitglieder waren bereits am Vortag mit der vollbesetzten "Henry Barclay" davongesegelt. Als er die Enttäuschung überwunden hatte, sicherte er ein anderes Schiff, die " August Eduard". Einige Tage später kamen Carl und der Rest der Mühlhäuser Gruppe in Bremen an. Am frühen Morgen des 22. Mai 1831 ging die Gesellschaft an Bord des Schiffes. Als das Schiff den Hafen verließ, erlitt Friederike Roebling, die nach Bremen gefolgt war, einen schweren Herzanfall, von dem sie sich nicht mehr erholte. Am August 1831 ging die "August Eduard" mit seinen Passagieren in Philadelphia vor Anker.


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Der Brückenbauer

In Amerika angekommen, stürzte Roebling sich mit vollem Enthusiasmus in sein Vorhaben Brückenbauer zu werden. Durch die Entwicklung des Drahtseils war die Lösung der Hauptprobleme des Brückenbaus gefunden. in den Jahren 1840-44 beschäftigte sich Roebling, neben seiner Arbeit als Ingenieur und seiner Drahtseilfabrik, mit den Problemen des Baus von Hängebrücken. Er träumte immernoch von einer Brücke, die über einen Fluss hängt, wobei die Pfähle und Stützen kein Hinderniss für die Strömung wären, selbst bei der Überquerung eines Flusses würde die Hängebauweise eine größere Durchfahrtshöhe zulassen. Durch die ungemässen Wetterverhältnisse im Winter 1843/44 wurde die Kanalbrücke, die über den Allegheny-Fluss führte, zerstört. Die Kanalbehörde, die eine rasche Lösung des Problems anstrebte, schrieb einen offenen Wettbewerb für Pläne und Entwürfe aus. Roebling, der sich gleich mit viel Elan und Tatendrang an die Arbeit machte, erfuhr erst im Mai 1844 von dieser Gelegenheit. Er ging ohne jegliche Gehilfen an die Arbeit, was nicht zuletzt auf sein neugewonnenes Selbstvertrauen zurückzuführen war. Er machte Skizzen, Kalkulationen, Zeichnungen, Materialaufstellungen und Kostenanschläge. Roebling dachte über ein neues Verfahren Drahtseile herzustellen, wobei kleine Drahtseilbündel in große, feste Rundkabel gepreßt werden, nach. Noch wichtiger war das Aufhängen der Kabel, das von der normalen französischen Version abwich. Diese Nachteile in dem Verfahren der europäischen Brückenbauer brachten Roebling auf ein eigenes, grundlegendes System zur Herstellung der Hängegurte das Luftspinnverfahren. Dabei wird jeder Draht einzeln, in der gleichen Lage, Länge und Durchhängung, über die Stützen gezogen, wodurch automatisch eine gleichmäßige Spannung erzielt wird. Eine weitere Neuerung war das Umspinnen des fertigen Kabels. Um die Kabeldrähte vor Witterungseinflüssen zu schützen, wurde das fertige Kabel mit einer festen Hülle weichen, ausgeglühten Drahtes, der durch einen Farbanstrich doppelt geschützt war, angefertigt. Die vorherige Skepsis der Kanalbehörden, wurde durch Roeblings offene und objektive Schilderung, die Beherrschung aller Einzelheiten und nicht zuletzt mit Hilfe seiner Überzeugungskraft, beseitigt: Im August bekam er die Freudensbotschaft, sein Plan sei offiziel! gebilligt worden und man habe ihm die Bauausführung übertragen. Während der Arbeit traten neue Probleme auf, wo man nun vor Ort die Lösung ausklügeln oder eine Umgehung der Hindernisse vorziehen, mußte. Roebling, der einen kostengünstigen Bau der Brücke anstrebte, bemerkte ziemlich spät, dass er sich mit den Gebühren für den Transport der Steine und anderer Arbeitsmaterialien erheblich verschätzt hatte. Er stellte daher einen Antrag auf Rückerstattung dieser ausstehenden Kosten, der aber prompt abgelehnt wurde, da der Ausschuß dazu nicht ermächtigt war. Im Mai war das schwierige und neuartige Unternehmen, die erste Kanalbrücke der Welt zu bauen, beendet. Am 22. Mai 1845, wo große Wassermassen durch das Flussbett strömten, wurden die letzten Zweifler zum Schweigen gebracht. Roeblings Bauwerk hatte die Feuerprobe bestanden, seine Laufbahn als Brückenbauer konnte beginnen. Seine zweite Drahtseilbrücke entstand bei dem Zusammenfluss von Allegheny- und Monoganela-River, wo alle möglichen entstehenden Hindernisse berücksichtigt wurden. Im Frühjahr 1849 vollendete Roebling die Kanalhängebrücke am Lackawaxen Fluss, begann dann aber auch gleich wieder mit dem Bau der High Falls Brücke über dem Rondout in der Nähe seiner Mündung in den Hudson. Wenige Monate später begann er die Arbeit an der Neversink Kanalbrücke, 4,8 km oberhalb Port Jervis. Die beiden dauerhaften Bauwerke wurden im Herbst und im Winter 1850 fertiggestellt. Roeblings Ziel war erreicht, er stellte einen neuen Rekord in der Geschichte des Brückenbaus auf, sechs hatte er in sechs Jahren errichtet. Er bekam zwischenzeitlich auch Anträge sich als Wasserwerkerbauer zu erproben, doch seine Kraft und Energie gehörte seiner großen Leidenschaft, den Hängebrücken. Roebling spielte mit dem Gedanken eine gigantische Brücke über den Niagarafällen zu bauen. Nirgendwo sonst gäbe es einen so dramatischen Hintergrund für einen schlanken Bogen, in welchem sich Genie und Kühnheit des Menschen versinnbiidlichen, der die gigantischen, wilden Naturgewalten herausfordert. Auch andere Architekten und ingenieure hatten die Idee eine solche Brücke zu errichten, doch die Ausführung scheiterte oftmals vorzeitig. Im März 1855 erfüllte er sich seinen Lebenstraum und auch somit sein bisheriges größtes Vorhaben - die Niagarabrücke war fertig. Seit vielen Jahren lastete nun schon der Plan der Ohio Brücke auf ihm, er erduldete die Wechselfälle von Hoffnung und Enttäuschung, Rückschiägen und Fortschritten. Die zähe physische Widerstandskraft Roeblings erlag allmählich den schweren Anforderungen des Berufes. Im Juni 1857 erwähnte Roebling erstmals öffentlich, sein Vorhaben eine Hängebrücke zwischen Brooklyn und New York zu schaffen, so dass die Beweglichkeit der Schifffahrt auf dem Fluss nicht beeinträchtigt werde. 1865 arbeitete Roebling einige Pläne für den Bau der Brücke aus, die wegen des Bürgerkrieges bis dahin ruhen mußten. Am 21. Dezember 1806 fand eine historische Zusammenkunft, anläßlich des Projektes statt, welches wenige Zeit später auch in Gang gesetzt wurde. Im Jahre 1867 vollendete Roebling die Errichtung der Cincinnati-Brücke, die größte Brücke, die je von Menschenhand gebaut wurde. Kurze Zeit später wurde Johann A. Roebling zum Chefingenieur der geplanten Brooklyn-Brücke ernannt. Roebling, der sein ganzes Leben mit Hochdruck gearbeitet hatte, übertraf sein gewohntes fieberhaftes Tempo, als würde er einen Wettlauf mit dem Tod austragen, denn dieses Bauwerk sollte seine Traumbrücke werden. Am 6. Juli ereignete sich ein tragischer Unfall. Der Chefingenieur nahm Messungen zur genauen Lagebestimmung vor. Er war dabei so in seine Arbeit vertieft, dass er ein einfahrendes Fährschiff übersah, dieses krachte mit voller Wucht gegen den Fender. Das Fendergerüst wurde gegen die Pfosten gedrückt und erfaßte Roeblings Fuss, der zwischen den Pfosten zerquetscht wurde. Er weigerte sich, der Pflege geschulter Ärzte anzuvertrauen und versuchte seine eigene Behandlung anzuwenden. Mit dieser hartnäckigen Haltung starb er am Morgen des 22. Juli 1859 an Blutvergiftung. Die Fertigstellung seines Lebenswerkes erlebte er nicht mehr, doch die Brooklyn Brücke wurde nach seinen Vorstellungen vollendet. 1908 wurde das Roebling-Denkmal in Trenton, eine bleibende Erinnerung an den größten Baumeister seiner Zeit, enthüllt.









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Die Lager-Bier Industrie im 19. Jahrhundert in Amerika











Deutsches Lager-Bier in Amerika zu brauen , war eine große Idee. Es gab schon Millionen Deutsche in Amerika, aber alle Versuche, das delikate Bier aus Deutschland zu importieren, scheiterten bis 1840. So waren die Deutschen gezwungen, britisches Ale, Porter und Stout zu trinken. Außerdem waren zu dieser Zeit die meisten amerikanischen Brauereien in in Hinterhöfen gelegen: ein Holzschuppen mit einem Brauereikessel über offenem Feuer, ein Keller mit einer Kapazität für 13 Fässer und - mit etwas Glück - einen Absatz von einigen 100 Fässern Bier pro Jahr. Jakob Best hatte jedoch eine größere Brauerei mit einem Lager für ungefähr 1000 Fässer, welche er mit seinen Söhnen betrieb. 1841 begann der Immigrant aus dem Rheinland, Bier herzustellen aus Hefe, die in München in kleinen Briketts getrocknet und dann nach Amerika geschickt wurde. Aber der erste Versuch endete kläglich, denn das Brauen von Lager-Bier brauchte Übung. Best und seine Söhne versuchten es weiter, und innerhalb von 6 Monaten produzierten sie schon für die Deutschen in Milwaukee. Bald verdoppelte sich ihre Produktion, und nachdem 1860 Bests Schwiegersohn Fred Pabst die Brauerei übernahm, produzierte der Betrieb 1871 bereits 73.585 Fässer Bier im Jahr und 1895 fast eine Million. Die Brauerei gehörte zu den größten Landeigentümern in Milwaukee. Sie betrieb über 400 Salons, Biergärten und Restaurants und bestimmte damit das gesellschaftliche Leben der Deutschen in der Stadt. Pabst baute ebenfalls ein Opernhaus und ein Theater, wo Shaws "Pygmalion" erstmals in deutscher Sprache in Amerika aufgeführt wurde. Solche Erfolgsgeschichten wiederholten sich im ganzen Land. Die Bierbrauer sponserten Fußballclubs, Turnvereine und Schützenfeste. Sie finanzierten politische Kampagnen und Kirchenprojekte. So wurden die Bierbarone schnell zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Deutschen in Amerika. Die deutschen Restaurants selbst waren ein Ort der Kommunikation. Man spielte Karten, las Zeitungen und hörte Neuigkeiten aus Europa. Jedoch kamen die Deutschen wegen ihrer Bierlokale in Verruf. Einheimische Alkoholgegner sahen diese Lokale als Orte von Trunkenheit, Glücksspiel und Prostitution.

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