Was veranlasste einige Menschen in der DDR unter Gefährdung des eigenen Lebens eine waghalsige Flucht zu riskieren? Da diese Frage jungen Menschen meist unzureichend beantwortet bleibt, wurde die Gelegenheit genutzt, sich im Rahmen der Seminarfacharbeit näher mit diesem Thema zu beschäftigen.
Besonders zu Beginn der Recherche ergaben sich viele Schwierigkeiten. Die Stasi-Unterlagen, die anfänglich die einzige Materialquelle darstellten, lieferten nicht die gewünschten Ergebnisse. Bei später durchgeführten Straßenumfragen sorgte eine merkwürdige Verschlossenheit, mit der die Menschen noch heute auf das Thema DDR und Stasi reagieren, für Verwunderung. Letztendlich konnten jedoch Personen gewonnen werden, die bereit waren, über ihre Erfahrungen in der DDR zu sprechen und ihre Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Mit der Arbeit soll erreicht werden, dass dieser Teil der deutschen Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und jüngere Generationen, die wenig mit dieser Zeit in Verbindung stehen, die Gründe für eine Flucht nachvollziehen können.
Zum besseren Verständnis der Problematik werden zunächst der
Aufbau der
deutsch-deutschen Grenze und die Bedingungen für eine Ausreise erklärt. Des
Weiteren werden Fluchtgründe
und Fluchtarten erläutert. Den
Hauptteil der Arbeit bilden vier Fluchtgeschichten.
Alina Brettschneider nahm einen sehr
umständlichen Fluchtverlauf auf sich, als sie über Polen in die BRD flüchtete.
Viel Ideenreichtum bewies Peter Strelzyk, in dem
er mit einem selbstgebauten Heißluftballon in die Freiheit flog.
Uwe Hannuschka riskierte gleich
zweimal Leben, als er einmal mit Freunden floh und beim zweiten Mal seine Familie nachholte.
Weil sie von der Stasi verdächtigt wurde, die DDR verlassen zu wollen, wurde
Claudia Behrens inhaftiert. Ihre Geschichte
berichtet von unmenschlichen den Haftbedingungen.
Verwendete Fachbegriffe und Quellen sind kursiv gekennzeichnet und werden durch Anklicken näher erklärt.